Fokus 2026 – Ankommen. Verbinden. Neu denken.
- Jürgen Dostal

- 30. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Jan.
Der Jahreswechsel ist immer ein Moment des Innehaltens. Ein Moment, um zurückzublicken – und um nach vorne zu schauen. Für das PBZ war 2025 ein Jahr, das uns allen viel abverlangt hat. Die Absiedelung, das Arbeiten an mehreren Standorten, neue Wege, neue Abläufe, neue Alltage. Kaum jemand von uns ist davon unberührt geblieben.
2026 steht nun unter einem anderen Vorzeichen. Es geht nicht mehr primär um das „Weg von“, sondern um das „Ankommen“. Für Mitarbeiter:innen genauso wie für Bewohner:innen. Es ist die Chance, Pflege eine qualitative Ausrichtung zu geben und als Vorreiter ein Zeichen zu setzen.

Ankommen an den neuen Standorten
Ankommen bedeutet mehr als physisch vor Ort zu sein.Es bedeutet, Sicherheit zu gewinnen. Routinen zu entwickeln. Vertrauen in Abläufe, Räume und Menschen aufzubauen.
2026 wird daher ein Jahr, in dem wir Prozesse und Strukturen bewusst nachschärfen und anpassen:
Was hat sich bewährt?
Wo braucht es Klarheit?
Welche Abläufe funktionieren standortübergreifend – und wo braucht es Differenzierung?
Dieser Prozess wird nicht „von heute auf morgen“ abgeschlossen sein. Aber er ist notwendig, um aus mehreren Standorten wieder ein gemeinsames Arbeiten zu formen – getragen von Verlässlichkeit und gegenseitigem Verständnis.
Ein gemeinsames Haus – trotz mehrerer Standorte
Auch wenn wir räumlich getrennt arbeiten, bleibt unser Anspruch bestehen: Das PBZ ist ein gemeinsames Haus.
Identität entsteht nicht durch Mauern, sondern durch Haltung, Werte und tägliches Tun. Durch Sprache. Durch Umgang. Durch das Gefühl: Wir gehören zusammen.
2026 wird daher auch ein Jahr sein, in dem wir bewusst daran arbeiten,
diese gemeinsame Identität zu pflegen,
sie sichtbar zu machen,
und sie über alle Standorte hinweg erlebbar zu halten.
Das gelingt nur mit Menschen. Mit Ihnen. Mit Ihrem Engagement, Ihrer Erfahrung und Ihrer Bereitschaft, diesen gemeinsamen Geist aktiv mitzutragen.
Blick nach vorne: Das neue PBZ Tulln entsteht – konzeptionell und inhaltlich
Während an der baulichen Zukunft des neuen PBZ Tulln intensiv gearbeitet wird – Ausschreibungen, Planungen, Konzepte – entsteht parallel etwas ebenso Wichtiges: eine neue inhaltliche Ausrichtung der Pflege.
Denn das neue PBZ Tulln soll nicht nur ein modernes Gebäude sein. Es soll ein auf Menschen ausgerichtetes Gesamtkonzept werden.
Genau hier setzt das neue Pflegekonzept People an, das im Laufe von 2026 schrittweise ausgerollt wird.
Ein neues Pflegeverständnis: Bewohnerzentriert, individuell, entlastend
Veränderung löst oft nicht Angst aus – sondern Skepsis. Viele fragen sich zu Recht: Warum etwas verändern, das bisher gut funktioniert hat?
Diese Frage ist legitim. Und wichtig.
Gleichzeitig lohnt es sich, einen genaueren Blick auf das neue Konzept zu werfen.
Worum geht es konkret?
Individuelle Pflegeplanung: Künftig wird der Pflegeplan konsequent auf jeden einzelnen Bewohner ausgerichtet – auf seine Bedürfnisse, seine Situation, seine Lebensrealität.
Bedürfnisse statt Wahrnehmung: Die Planung basiert nicht mehr primär auf subjektiver Wahrnehmung, sondern auf klar definierten, personenzentrierten Kriterien.
Deutliche Entlastung in der Dokumentation:
Kein doppeltes Eingeben von Daten
Zentrale Datenhaltung
Pro Pflegeplan werden nur die wirklich relevanten Informationen gepflegt – nicht alles, was theoretisch möglich wäre
Automatisierte Risikoeinstufung: Risiken werden künftig systemseitig unterstützt, erfasst und bewertet – verlässlich und nachvollziehbar.
Das Ziel dahinter ist klar: Mehr Zeit für die Bewohner. Weniger Zeit für Bürokratie.
Veränderung braucht Zeit – und Vertrauen
Ja, die Umstellung wird am Anfang Zeit in Anspruch nehmen. Ja, sie wird fordern. Und ja, sie wird uns aus gewohnten Denkmustern herausführen.
Aber genau darin liegt die Chance.
Einmal etabliert, wird dieses neue Konzept:
die Pflegequalität nachhaltig erhöhen,
Abläufe klarer und sicherer machen,
und die tägliche Arbeit spürbar erleichtern.
Damit schaffen wir etwas, das weit über einzelne Maßnahmen hinausgeht: Ein Pflegeverständnis, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt – Bewohner:innen wie Mitarbeiter:innen.
2026: Gemeinsam gestalten
2026 wird kein Jahr der fertigen Antworten sein. Aber es wird ein Jahr der bewussten Gestaltung.
Ein Jahr, in dem wir:
ankommen,
zusammenwachsen,
Neues ausprobieren,
und gemeinsam einen höheren Qualitätsstandard erreichen.
So entsteht das neue PBZ Tulln nicht nur als Haus –sondern als Haltung. Als Konzept. Als gemeinsames Werk.
Danke, dass Sie diesen Weg mitgehen.

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