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Wir öffnen wieder unsere Türen – Ein behutsamer Weg zurück zur Vollauslastung

Nach einer intensiven Phase der Umzüge, räumlichen Anpassungen und organisatorischen Veränderungen können wir nun einen Schritt setzen, auf den viele gewartet haben: Wir beginnen wieder damit, neue Bewohnerinnen und Bewohner aufzunehmen.

Was nach außen selbstverständlich wirken mag, ist für uns im PBZ Tulln ein bedeutender Moment. Er zeigt, dass wir nach Monaten der Belastung und Veränderung wieder in einen stabilen, verlässlichen Alltag zurückfinden.


Afterwork - die Gelegenheit um Gerüchte zu teilen aber auch zu klären.
Viele Angehörige warten dringend auf einen Platz für ihre Lieben.

Warum dieser Schritt jetzt möglich ist.

Seit Ende 2024 haben wir bewusst keine neuen Bewohner aufgenommen. Die Umzüge und die Folgen des Starkregen-Ereignisses verlangten volle Aufmerksamkeit und Stabilität in den Wohnbereichen. Der Bewohnerstand sank dadurch auf etwa 170 Personen.

Jetzt hat sich die Lage deutlich beruhigt:

  • Die Teams an den neuen Standorten arbeiten stabil und gut eingespielt.

  • Unsere Personalstärke ist konstant.

  • Die Kapazitäten an den Standorten stehen wieder zur Verfügung, sodass eine behutsame Ausweitung möglich ist.


Trotz dieser positiven Voraussetzungen verfolgen wir einen klaren Grundsatz: Wir wollen die Teams nicht überfordern. Deshalb starten wir mit den Neuaufnahmen langsam und abgestimmt.

In enger Zusammenarbeit mit den PBMs – den Führungskräften der Wohnbereiche – entscheiden wir Schritt für Schritt, wann ein Bereich bereit ist, weitere Bewohner aufzunehmen.


Der Bedarf ist hoch – aber wir handeln verantwortungsvoll

Die Wartelisten in der Bezirkshauptmannschaft sind in den vergangenen Monaten deutlich gewachsen. Viele Menschen warten dringend auf einen Pflegeplatz im PBZ Tulln. Gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft wurde daher vereinbart, die Platzvergabe wieder aufzunehmen – allerdings in kontrollierten Etappen.


Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, diese positive Entwicklung öffentlich bekanntzugeben. Warum? Weil eine solche Nachricht sofort erheblichen Druck erzeugen würde – telefonisch, schriftlich und emotional. Unsere Absicht ist klar: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ohne zusätzlichen äußeren Druck arbeiten können. Dieser Beitrag richtet sich daher ausschließlich an unser Team.


Wichtige Grundsätze für die kommende Phase

Die Rückkehr zur Vollauslastung ist kein Schalter, den man umlegt, sondern ein fein abgestimmter Prozess. Dabei stehen drei Prinzipien im Mittelpunkt:

  1. Langsam und bewusst Jeder Wohnbereich wird nur so schnell belegt, wie er es selbst tragen kann.

  2. Abgestimmt und transparent Entscheidungen werden eng mit den PBMs getroffen – keine Aufnahme ohne Rücksprache.

  3. Stabilität vor Geschwindigkeit Die Qualität der Pflege und die Belastbarkeit der Teams haben Vorrang vor einer schnellen Auslastung.

Was hinter einer Neuaufnahme wirklich steckt.

Von außen betrachtet scheint eine Aufnahme unkompliziert: Ein freies Bett, ein Name auf einer Liste, ein neuer Bewohner zieht ein. Doch in Wahrheit bedeutet dieser Schritt viel mehr.


Jede Neuaufnahme bringt:

  • Beziehungsarbeit – für Teams, Bewohner und Angehörige

  • Anpassungen im Alltag – von Pflegeprozessen bis zu Kommunikation

  • Emotionale Veränderungen – für bestehende und neue Bewohner

  • Teamdynamik – jedes neue Gesicht verändert ein Gefüge


Diese Komplexität erfordert Sorgfalt. Deshalb gehen wir diesen Weg kontrolliert – aus Verantwortung gegenüber Bewohnern und Mitarbeitenden.


Ein gemeinsamer Weg zurück zum Alltag

Die Entscheidung, wieder Bewohner aufzunehmen, ist mehr als ein organisatorischer Schritt. Sie zeigt, dass wir als Haus wieder Stabilität erreicht haben – und uns zutrauen, weiter nach vorne zu gehen.


Damit dies gelingt, brauchen wir zwei Dinge von allen Kolleginnen und Kollegen:

  • Offene Kommunikation, insbesondere, wenn Belastungen zunehmen.

  • Sorgsamer Umgang mit dieser Information, da der Prozess bewusst nicht öffentlich kommuniziert wird.


So schaffen wir gemeinsam eine Rückkehr zur gewohnten Auslastung – ohne Druck von außen und ohne Risiko der Überforderung.


Zum Schluss

Wir öffnen wieder unsere Türen. Nicht hastig, nicht unter Druck, sondern bedacht, abgestimmt und im Sinne aller Beteiligten. Dieser Schritt zeigt, wie weit wir gekommen sind – und wie stark die Teams in den vergangenen Monaten zusammengewachsen sind.


Wir danken Euch für Euren Einsatz, Eure Geduld und Professionalität, die diesen Moment möglich machen.


Dieser Beitrag ist ausschließlich für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt. Bitte geht verantwortungsvoll und sensibel damit um.


 
 
 

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